Sie brauchen um die Slideshow zu sehen. Updaten sie ihren Flash Plyer zur Version 10 oder höher.

Golfmitgliedschaft – Wissenwertes

Golfmitgliedschaft

Fast jeder Golfplatz arbeitet heute mit wirtschaftlichen Gewinnen, ganz egal, ob er von einer KG, einer Einzelperson oder einem Verein betrieben wird. Natürlich versucht jeder für sich, einen größt möglichen Gewinn zu erzielen. Damit sind bereits die ersten Konflikte mit den Golfmitgliedern gegeben, denn diese legen Wert darauf, dass sie in ihrer Freizeit in Ruhe über den Platz gehen können, ohne dass sie durch einen hohen Andrang dabei gestört werden. Die Bedingungen einer Golfclubmitgliedschaft ändern sich meistens im Lauf der Jahre, denn jedes Jahr bringt auch wieder neue Erfahrungen mit sich. Daher sind langjährige Bindungen an einen Golfclub sehr gut zu bedenken und man sollte sich nicht nur die momentane Situation des ausgewählten Golfclubs betrachten, sondern auch die wahrscheinliche Entwicklung über die kommenden Jahre bedenken.
karte09.jpg

Golfmitgliedschaft mit oder ohne Aufnahmegebühr

Sehr viele Vereine bieten eine Golfmitgliedschaft in Verbindung mit einer Aufnahmegebühr an. Diese Aufnahmegebühr hat normalerweise zur Folge, dass die jährlichen Beiträge dafür nicht übermäßig teuer sind. Eine solche Mitgliedschaft ist jedoch nur rentabel, wenn man beabsichtigt, über längere zeit in diesem Golfverein Mitglied zu bleiben, denn bei einem Austritt erhält man die Aufnahmegebühr nicht zurück. Somit gilt für diese Art der Golfmitgliedschaft, je länger man Mitglied bei dem gleichen Verein bleibt, desto günstiger spielt man dort Golf. Leider konnte man jedoch in den letzten Jahren bei dieser Form der Mitgliedschaft beobachten, dass die Jahresbeiträge der Mitglieder mit Aufnahmegebühr und die Jahresbeiträge der Mitglieder ohne Aufnahmegebühr immer mehr angenähert haben, so dass letztendlich die Frage noch nicht geklärt ist, ob es wirklich sinnvoll ist, eine solche Aufnahmegebühr zu entrichten.
Eine sehr populäre Form der Golfclubmitgliedschaft ist daher die Mitgliedschaft bei einem Verein nur mit einem Jahresbeitrag. Eine großer Vorteil dieser Form ist es, dass man unglaublich flexibel ist und sich jedes Jahr neu oder anders entscheiden kann. Was heute für Sie der beste Verein ist, kann morgen schon ganz anders aussehen. Denn auch die Vereine ändern sich mit der Zeit. Ein Verein, der heute noch überaus exklusiv und kostspielig ist, kann schon im nächsten Jahr feststellen, dass er auf diese Weise nicht genügend Mitglieder bekommt und sein Konzept dahin gehend ändern, dass er günstige Mitgliedschaften für Jedermann anbietet. Damit ist jedoch der Grund, weshalb sich die ursprünglichen Mitglieder für diesen Verein entschieden haben nicht mehr gegeben und wenn sie lediglich einen Jahresvertrag haben, können sie problemlos wechseln. Diejenigen jedoch, welche einen längeren Vertrag unterschrieben haben sind für eine bestimmte Zeit an diesen Verein gebunden, ganz egal, ob ihnen die Veränderungen gefallen oder nicht. Der einzige wirkliche Nachteil einer bloßen Jahresmitgliedschaft ist, dass man durchaus einige Hundert Euro im Jahr mehr zahlen muss, um sich diese Flexibilität zu erhalten.

Fernmitgliedschaft mit und ohne Spielrecht

Fernmitgliedschaften werden für Spieler angeboten, welche eine bestimmte Entfernung vom Golfclub entfern wohnen und leben. Diese Mitgliedschaften können vor allem für Gelegenheitsgolfer sehr lukrativ sein, denn diese Mitgliedschaften werden meistens sehr kostengünstig angeboten. Jedoch muss man gut zwischen Fernmitgliedschaften mit und ohne Spielrecht unterscheiden. Jeder DGV-Mitgliedsausweis hat einen Code in der Nummer, so dass man daraus ersehen kann, ob das Fernmitglied eine Spielberechtigung hat oder nicht. Hat man eine Fernmitgliedschaft ohne Spielrecht, kann es einem durchaus passieren, dass einem der Zugang zu manchen Golfplätzen verwehrt wird oder dass man bei anderen einen Aufpreis auf das Greenfee bezahlen muss. Eine Fernmitgliedschaft mit Spielrecht ist im Prinzip gleichwertig mit einer vollen Jahresmitgliedschaft, mit dem einzigen Unterschied, dass man natürlich eine gewisse Anzahl an Kilometern vom Golfplatz entfernt leben muss um diese zu erhalten und somit die Anfahrt in Kauf nehmen muss. Der Unterschied zwischen einer Fernmitgliedschaft mit Spielrecht und einer solchen ohne Spielrecht liegt meistens nur bei einem geringen Betrag, so dass empfohlen wird, sich einen Verein in einem Ort zu suchen, an dem man sich gerne am Wochenende oder im Urlaub aufhält und dort eine Fernmitgliedschaft mit Spielrecht abzuschließen. Denn hat man auf de Heimatgolfplatz ein paar Mal im Jahr gespielt, ist die Differenz zur Mitgliedschaft ohne Spielrecht bereits wieder drinnen und man hat alle Annehmlichkeiten, welche eine normale Mitgliedschaft auch bietet.

VCG-Mitgliedschaften

Der Verein für clubfreie Golfer ist eine sehr seriöse Alternative und bietet Interessenten überaus angenehme Bedingungen, in den Golfsport einzusteigen. Wenn man die Platzreife erworben hat, hat man die Möglichkeit für einen günstigen Jahresbeitrag in Höhe von € 195,- bei diesem Verein Mitglied zu werden. Diese Ausweise werden inzwischen auf fast allen Golfplätzen anstandslos akzeptiert. Als Voraussetzung für die Platzreifeanerkennung beim VCG, ist u.a. dass nur Platzreifeprüfungen, die nach den offiziellen DGV-Richtlinien ab 2006 gemacht wurden, anerkannt werden. Andere Prüfung von anderen Clubs, etc. werden nicht anerkannt. Man kann aber auch direkt beim VCG die bundesweit anerkannte DGV-Platzreife ablegen. (Kostenfaktor: € 75,-). Der VCG ist seit 1993 der einzig anerkannte Golfclub von clubfreien Golfspielern in Deutschland. Der Nachteil an diesem Verein ist, dass er keinen Heimatgolfplatz hat, so dass man auf allen Plätzen zusätzlich zum Jahresbeitrag beim VCG das Greenfee bezahlen muss. Der VCG ist vor allem für Einsteiger und für Gelegenheitsgolfer die in ganz Deutschland spielen möchten zu empfehlen. Ist man bereits Mitglied in einem Club des DGV, so benötigt man die Erlaubnis dieses Clubs, möchte man Mitglied beim VCG werden. Jedoch wird jeder anständige und seriöse Verein dieses Anliegen problemlos unterstützen. Ziel des DGV ist es vor allem den Sport Golf populär und beliebt zu machen.

Golfmitgliedschaft mit KG-Anteil

Besonders bei neuen Golfplätzen stellt sich oft die Frage, wie diese zu finanzieren sind. Daher werden diese Golfplätze Anteilsmäßig an die Mitglieder beim Eintritt mitverkauft. Ein Vorteil und gleichzeitig Nachteil dieser Form der Golfmitgliedschaft ist, dass man zwar dadurch am Gewinn des Golfplatzes beteiligt ist, jedoch natürlich auch an den Verlusten. Leider hat die Erfahrung in Deutschland gezeigt, dass dieses Modell nur äußerst selten mit Gewinnen verbunden ist, sondern dass im Normalfall die Mitglieder das ein oder andere Mal Nachzahlungen zu leisten haben. Der große Vorteil dieser Golfmitgliedschaft ist, dass meistens die Jahresspielgebühren sehr stark ermäßigt sind, da man einen Anteil des Platzes mit zu bezahlen hat. Ist man sehr sicher, dass man viele Jahre bei dem gleichen Golfplatz Mitglied sein wird, ist die Wahrscheinlichkeit durchaus groß, dass dieses Modell der Golfclubmitgliedschaft auf die Dauer gesehen das günstigste ist. Auch wenn jeder Vertrag unterschiedlichen Inhalts ist, ist doch normalerweise so, dass man das Recht hat, seine KG-Anteile weiter zu verkaufen. Zum Beginn des großen Golfbooms waren viele der Meinung, dass die Golfplatzanteile im Wert enorm steigen werden. In seltenen Fällen war dies auch tatsächlich der Fall, bei den meisten jedoch wurde diese Erwartung enttäuscht und die Eigentümer tun sich nun sehr schwer, ihre Anteile zu verkaufen oder müssen bei einem Verkauf große Verluste in Kauf nehmen. Leider erwirtschaften die meisten Vereine im Moment in Deutschland keine Gewinne, so dass viele Golfclubs von ihren Mitgliedern, welche Anteile an den Golfplätzen besitzen, Nachzahlungen verlangen, damit diese ihre Golfclubmitgliedschaften aufrecht erhalten können. Sollten Sie sich überlegen, eine solche Mitgliedschaft mit einem Anteil am Golfplatz abzuschließen, sollten Sie sich lange und gut überlegen, ob dies wirklich die für Sie passende Form der Golfmitgliedschaft ist und Sie sollten sich auch ausführlich über die rechtlichen Gegebenheiten informieren.


Ausländische Mitgliedschaft und Handicapverwaltungsvereine

Inzwischen hat sich ein so genannter „Ausweishandel“ in Deutschland entwickelt. Dort kann man nicht nur Ausweise diverse ausländischer Vereine kaufen, sondern zudem noch ein Handicap, welches einem nicht zusteht. Dieser meistens unseriöse Handel ist jedoch normalerweise nur für den Händler, jedoch nicht für den Käufer lohnenswert. Denn in Deutschland gibt es ohnehin ca. 60 so genannte offene Golfplätze, auf denen jeder ohne einen Nachweis spielen darf, so dass für diese Plätze keine Mitgliedschaft erforderlich ist. Alle anderen Golfplätze jedoch, so fern sie seriös sind, werden bei fraglichen ausländischen Mitgliedschaften beim Heimatverein nachfragen oder generell keine Spielerlaubnis erteilen, so dass auch hier der gekaufte Ausweis nicht vorteilhaft ist. In den letzten Jahren ist sogar immer öfter vorgekommen, dass einige Vereine nicht einmal mehr Mitglieder österreichischer Clubs und deren Platzreifen anerkennen. Auch so genannte Handicapverwaltungsvereine sind nicht gerade als die seriösesten bekannt und so werden auch Mitglieder dieser Vereine oft auf deutschen Golfplätzen nicht zugelassen. Und da ja auch diese Mitgliedschaften nicht ganz kostenfrei sind sollte man sich gut überlegen, ob man ein paar Euro spart und dafür viele Unannehmlichkeiten in Kauf nimmt, oder ob man lieber ein paar Euro mehr bezahlt, dafür aber sicher und ruhigen Gewissens auf fast allen Golfplätzen Weltweit spielen kann.

© 2010 - Golfkurs.com. Alle Rechte vorbehalten