Golfkurse in Mecklenburg-Vorpommern
Golfanlagen mit Meer- oder Seeblick, viel Platz und erschwingliche Preise – das alles und mehr erwartet den Golf-Urlauber in Mecklenburg-Vorpommern. Womit dieses östliche Bundesland nach Aussage seines Tourismusverbandes dagegen nicht aufwarten kann, sind Dresscode, Dünkel und Drängeln. Golfer können in Mecklenburg-Vorpommern also ganz entspannt die Schläger schwingen. Ungezwungen bedeutet dabei aber nicht unprofessionell: Die Anlagen bieten auch für anspruchsvolle Spieler Herausforderungen. Auch die Infrastruktur in der Umgebung der Plätze lässt in den meisten Fällen keine Wünsche offen.
Die Erfolgsgeschichte des Golfs begann im Nordosten Deutschlands im Jahr 1992. Seit diesem Jahr nämlich gibt es bei Hohen Wieschendorf in der Nähe von Weimar den ersten 18-Loch-Golfplatz Ostdeutschlands. Und ein Ende der Erfolgsgeschichte ist auch 2008 noch nicht in Sicht. Die Hälfte aller Golfrunden in Mecklenburg-Vorpommern wird von Touristen gespielt.
Inzwischen gibt es für Golfbegeisterte zahlreiche Plätze mit unterschiedlichen Anforderungen, darunter Balm auf Usedom, Teschow in der Mecklenburgischen Schweiz, WINSTONgolf in Vorbeck bei Schwerin oder Schloss Karnitz auf Rügen. In Wittenbeck, in der Nähe Heiligendamms, gibt es seit dem vergangenen Spätsommer den Ostseegolfclub, der einen Meisterschaftsplatz mit 27 Löchern und Rundblick auf die Ostsee sein Eigen nennt. Weitere Anlagen sind bereits in Planung. Der Golfpark Strelasund zwischen Greifswald und Grimmen wurde auf 18 Löcher und um ein Sporthotel erweitert. Rügen strebt den inoffiziellen Titel „Golfinsel“ an und will ebenfalls seine Anlagen ausbauen.
Wer vom Golfen doch einmal genug haben sollte, findet in Mecklenburg-Vorpommern aber noch zahlreiche weitere touristische Angebote – seien es Paddeltouren über die Seenplatte, Angelausflüge, Stadtbesichtigungen, ein paar faule Tage an der See oder Radtouren durch die atemberaubende Landschaft.
Golfclub Hohen Wieschendorf
Die erste 18-Loch-Golfanlage Ostdeutschlands liegt auf der Halbinsel in der Wismarbucht. Hier erwartet den Golfer vor allem gutes Wetter, denn in dieser Gegend werden 18 Prozent weniger Niederschlag verzeichnet als im Inland. Auch die höhere Anzahl der Sonnentage lockt die Sportler an. Im Gegensatz zu manch anderen Anlagen herrscht hier ganzjährig Spielbetrieb. Wer gern aufs Meer schaut, sollte aber aufpassen – schon so mancher habe hier wegen der traumhaften Aussicht das Golfspielen ganz vergessen, heißt es.
Anfänger haben im Golfclub Hohen Wieschendorf auch die Möglichkeit, unter Anleitung von Head Pro Douglas Maclauchlan aus Schottland den richtigen Schwung zu erlernen. Dazu hat die Ostseegolfschule Hohen Wieschendorf auch mehrtätige Kurse im Angebot. Wer sich gern mit anderen messen will, hat dazu bei zahlreichen Turnieren und Wettspielen mehr als genug Möglichkeiten.
Golf- und Landresort Wittenbeck
„Platzarchitektur auf höchstem Niveau“ lautet das Versprechen für das Golf- und Landresort Wittenbeck, das zwischen den Ostseebädern Heiligendamm und Kühlungsborn liegt. Es zeichnet sich vor allem durch die ruhige Lage aus und bietet sowohl den Par-72-Meisterschaftsplatz Eikhof als auch den 9-Loch-Kompaktplatz Höstingen. Ersterer zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass er vorhandene Landschaftsmerkmale wie Seen, Wasserläufe und Findlinge in den Course einbezieht und so eine große Herausforderung auch für Spitzenspieler bietet. Aber auch Golfer mit einem Handicap bis 36 werden sich auf dem Platz wohl fühlen.
Die Kompaktanlage Höstingen dagegen verspricht „sportliche Finesse für mittlere und hohe Handicaps“. Mit diesem Platz wurde Mitte der 90er-Jahre der Grundstein für das Ostsee Golf Resort Wittenbeck gelegt. Sowohl auf dem Meisterschaftsplatz als auch auf der Kompaktanlage finden in jedem Jahr mehrere Turniere mit unterschiedlichen Spielarten statt.
Golfclub Tessin
Zu den (bislang) weniger bekannten Golfplätzen gehört die Anlage des Golfclubs Tessin. Diese verfügt über neun Löcher (Par 36/72) und ist in der Nähe des Naturschutzgebietes um die Wolfsberger Mühle gelegen. Die Bahnen laufen rund um den Schwanensee und sind umgeben von alten Bäumen. Wer dort Golf spielen will, muss kein Vereinsmitglied oder Könner sein, sondern kann sich erst einmal in Ruhe auf Driving Range, Pitching- oder Putting Green ausprobieren. Gastspieler sind willkommen, und erfahrene Golfer mit einem Handicap bis 54 können sich eine ganze Runde auf dem Golfplatz gönnen.
Golfanlage Schloss Karnitz
Auch das Golfzentrum „Schloss Karnitz“ ist umgeben von herrlicher Natur. Dort legt man vor allem Wert auf ein Miteinander von Clubmitgliedern und solchen Spielern, die nicht im Verein aktiv sind. Den Kern der Anlage bildet der 18-Loch-Turnierplatz „Challenge Course“ in wunderbarer Lage. Hier ist jede Bahn einmalig und bietet mit sechs verschiedenen Abschlägen gute Möglichkeiten, die Schwierigkeiten des Kurses zu variieren. So kann jeder Golfer den Kurs spielen, der seinem Leistungsstand am nächsten kommt.
Der Public Course dagegen hat neun Löcher und bietet mit Bunkern, breiten Fairways sowie Wasserhindernissen viele unterschiedliche Herausforderungen. Damit ist er sowohl von Anfängern als auch erfahrenen Golfer bespielbar. Zu diesen beiden Plätzen kommen eine großzügige Driving Range, ein Putting Green und eine 3-Loch-Übungsanlage. Auf letzterer können Spieler sämtliche Situationen eines Spiels üben – lange und kurze Bunkerschläge, Schräglagen, Rettungsschläge aus dem Rough und Annäherungsschläge bis zu 120 Metern.
Golfpark Balmer See Insel Usedom
Der Golfpark auf Usedom beinhaltet auf einer Fläche von 120 Hektar einen 27-Loch-Platz sowie einen 6-Loch-Kurzplatz und eine Driving Range. Die Hotelanlage setzt sich aus fünf Residenzen zusammen und bietet aufgrund ihrer Lage auf einer Anhöhe einen wunderbaren Blick über die Umgebung. Der Platz wartet dank der hügeligen Fairways, der geschickt platzierten Wasserhindernisse und Bunker mit vielen Herausforderungen auf.
Golf- und Countryclub Fleesensee
Auf dieser Anlage zwischen Hamburg und Berlin kommen nicht nur Golfspieler auf ihre Kosten, denn hier können sich die Gäste auf einem Areal in der Größe von 2000 Fußballfeldern in zahlreichen Sportarten austoben. Lediglich Skifahren und Drachenfliegen seien nicht im Programm, heißt es. Für Golfer gibt es fünf Anlagen mit insgesamt 72 Löchern und viel Abwechslung für jede Spielstärke.
Der Platz wurde 1999 in einem Guss gebaut. Somit waren alle Plätze von Anfang an hervorragend aufeinander abgestimmt und bieten Bahnen für Anfänger und Golfer mit Platzreife gleichermaßen. Wer noch nicht genau weiß, ob Golf überhaupt die richtige Sportart für ihn ist, kann jeden Samstag zu einem Schnupperkurs vorbeikommen. Einzelunterricht für Anfänger bis Könner und regionales Jugendtraining runden das Angebot ab.
Auch der Scandinavian Golf Club hat auf diesem Gelände übrigens einen Platz, nämlich den Scandinavian Course, auf dem auch schon die European Seniors Tour gastierte. Die offene Landschaft mit Waldstücken, Bunkern und weit auseinander liegenden Fairways erinnert dabei stark an Skandinavien oder die schottischen Highlands. Kein Wunder eigentlich, hat diesen Platz doch der Schotte Ross McMurray entworfen.
Golf- und Wellnesshotel Schloss Teschow
In der Nähe der Hotelanlage erwarten den Golfspieler zwei Plätze, zum einen der 18-Loch-Meisterschaftsplatz (Par 72), zum anderen der 9-Loch-Akademieplatz (Par 62). Hier ist der Golfclub Mecklenburgische Schweiz e.V. zu Hause. Die Landschaft, die dem Club den Namen gab, prägt auch die Anlage mit ihrem Golfpark. Das Endmoränenland hat hier eine deutliche Handschrift hinterlassen und anspruchsvolle Plätze geprägt. Auf diesen wird auch die jährliche „Rüßel-Trophy“ ausgespielt, eine Turnierserie, die das Clubleben noch interessanter machen soll.
Wer sein Handicap verbessern möchte, sollte sich in die erfahrenen Hände von Golfprofi Mitch Bligh begeben – der übrigens ein direkter Nachfahre von Captain Bligh, bekannt von der „Meuterei auf der Bounty“, sein soll.
WINSTONgolf Vorbeck
15 Kilometer von Schwerin entfernt liegt der WINSTONplatz in Vorbeck im Landkreis Parchim. Vor allem die Landschaft des Vorbecker Sees sowie das von Hügeln geprägte Endmoränengebiet in der Nähe Warnows begeistern hier die Golfer. Der Meisterschaftsplatz verfügt über 18 Löcher und entspricht mit seiner anspruchsvollen Gestaltung internationalem Standard. Bei Gestaltung und Bau des Platzes durch Brian Willett wurde darauf geachtet, auch den Anforderungen des Naturschutzes gerecht zu werden.
Zum Meisterschaftsplatz kommt der 9-Loch-„Kranich“-Platz, der Golfern aller Leistungsstärken an sieben Tagen in der Woche zur Verfügung steht. Der Kurs ist ideal für alle, die mit dem Golfen erst beginnen, und erfordert keine Platzreife.
Schlag- und Schwungtechniken lassen sich am besten auf der weitläufigen Übungsanlage trainieren.
Golfclub Mecklenburg-Strelitz
Das Areal des Golfclubs Mecklenburg-Strelitz erstreckt sich am Südufer des Tollensesees und ist eingebettet in eine hügelige, naturbelassene Moränenlandschaft. Hier erwartet den Golfer ein anspruchsvolles Green, aber keinesfalls Stress oder Hektik, auch wenn die Anlage nur wenige Autominuten von Neubrandenburg entfernt und direkt an der B 96 zwischen Berlin und Stralsund gelegen ist.
Die Geschichte des dort ansässigen Golfclubs mit Gründungsjahr 1995 wird beständig weitergeschrieben. War die erste Spielfläche zunächst ein in Eigeninitiative bespielbar gemachtes drei Hektar großes Ackerstück bei Krickow, erwartet die Besucher heute ein Platz mit neun Löchern. Gefordert sind hier nach Aussage des Clubs sowohl strategisches Spiel als auch Fitness. Die gute Bespielbarkeit soll aber sowohl Anfängern als auch Könnern Erfolgserlebnisse garantieren.
In der nahen Zukunft sollen am Green des Golfclubs Mecklenburg-Strelitz eine neue Driving Range, ein neues Clubhaus und eventuell sogar eine Erweiterung hin zu einer 18-Loch-Meisterschaftsanlage in Angriff genommen werden.
Zwischen Angolfen im Frühjahr und dem Martinsgans-Turnier im Herbst finden auf dem Green zahlreiche Turniere statt, darunter auch solche für Kinder.
Schweriner Golfclub
Auch in der Nähe der Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns wird natürlich Golf gespielt, und zwar seit dem 6. Oktober 1990. Denn an diesem Tag gründeten einige Golfbegeisterte den Schweriner Golfclub e.V., der seit dem 13. März 1991 auch im Vereinsregister zu finden ist. Über die folgenden Jahre bauten die zahlreicher werdenden Mitglieder allmählich einen Spielbetrieb auf. Der Verein hat es sich nach eigener Auskunft zum Ziel gesetzt, Golf als Familiensport zu positionieren. Seit 2003 hat der Club seine vorläufige Heimat auf dem Gelände der Firma Winston Golf. Das Gelände bei Parchim ist in etwa 20 Minuten mit dem Auto zu erreichen und bietet sowohl etwas für den fortgeschrittenen Golfer als auch für Anfänger.
Ein Etappenziel bei der Etablierung des Golfsports in der Region Schwerin wird die Bundesgartenschau 2009 in Schwerin sein. Bis dahin will der Club über den attraktivsten Golfplatz der Region verfügen. Das Clubhaus am Schweriner See soll dann ein beliebter Treffpunkt für alle Golfsportler aus der näheren und ferneren Umgebung sein.
Golfclub Sassnitz e.V.
Klein, aber fein – so könnte man den 9-Loch-Platz des Sassnitzer Golfclubs bezeichnen. Nur wenige Kilometer von Binz auf Rügen entfernt, ist der Golfplatz direkt am Hochufer im Sassnitzer Ortsteil Mukran gelegen und bietet neben der Möglichkeit zu einem anregenden Spiel auch einen großartigen Blick über Landschaft und Meer. Dieser Golfplatz, auf dem der Golfclub Sassnitz zu Hause ist, befindet sich derzeit sozusagen noch im Wachstum. Grüns und Abschläge kosten derzeit etwas mehr Mühe als anderswo – und Golfern mit einem Handicap über 36 wird empfohlen, sich lieber ein paar Bälle extra mitzubringen. Das Hochufer ist schließlich nicht allzu weit weg.
Golfpark Strelasund
Am Strelasund kommen nicht nur die Heringsangler auf ihre Kosten, sondern auch alle Golfbegeisterten, denen sich hier eine sehr weitläufige Driving Range mit überdachten Abschlägen bietet. Von der ersten Idee eines Golfparks Strelasund 2001 über den Baubeginn 2005 bis hin zur feierlichen Einweihung des 18-Loch-Meisterschaftsplatzes 2006 und der Fertigstellung des Golfhotels 2007 sowie der Eröffnung des neuen Clubhauses mit Landgasthof reicht die Geschichte dieses Platzes, die noch lange nicht zu Ende geschrieben ist. Kreiert hat den Platz niemand Geringerer als der Kanadier David J. Krause.
Auf der Driving Range können Hobby-Golfer allein oder mit Hilfestellung den richtigen Schwung bekommen. Zielgrüns und Bäume sollen das Üben spannender machen. Weiter bietet die Anlage Chipping-, Putting- und Pitching Greens samt Bunkern zum Erlernen des kurzen Spiels. Der „Strelasund-Platz“ (Par 64) steht nach kurzer Einweisung auch Anfängern ohne Platzreife offen. Hier ist jede Bahn individuell gestaltet und bietet unter anderem Topfbunker und Wasserhindernisse.
Der Kompaktplatz wiederum ist ideal für Anfänger, aber auch geeignet für fortgeschrittenere Golfer, die ihr präzises Spiel verbessern möchten. Zu guter Letzt steht im Golfpark Strelasund noch der „Mecklenburg-Vorpommern-Platz“ (Par 72) mit 18 Löchern zur Verfügung, dessen Bahnen die typischen Landschaftsteile Mecklenburg-Vorpommerns widerspiegeln.
Golfanlage „Zum Fischland“
Wie der Name bereits vermuten lässt, liegt die Golfanlage „Zum Fischland“ nicht weit entfernt vom Fischland-Darß Zingst in einer der schönsten und abwechslungsreichsten Küstenlandschaften Deutschlands. Dem Golfer bietet sich hier eine 9-Loch-Anlage, die der Amerikaner Tony Ristola entworfen und realisiert hat. Sie will sowohl Anfängern als auch fortgeschrittenen Golfern die Möglichkeit zu einem anspruchsvollen Spiel bieten. Für Mitglieder und Gäste bietet der Golfclub „Zum Fischland“ e.V. jährlich viele Wettspiele.
Hanseatischer Golfclub e.V. Greifswald
Der Golfpark Greifswald-Wackerow des Hanseatischen Golfclubs vor den Toren der Universitäts- und Hansestadt Greifswald wirbt für sich mit dem Slogan „Golfen vor historischer Kulisse“. Er liegt direkt an der B 105 / E 251 und ist aus der Greifswalder Innenstadt mit dem Auto in fünf Minuten zu erreichen. Dem Golfer stehen hier 120 Hektar Green zur Verfügung, dazu eine großzügige Driving Range mit vier überdachten Abschlagflächen. Geplant wurde die Anlage mit einem 18-Loch Meisterschaftsplatz, einem 9-Loch-Platz und der Driving Range von Golfplatzarchitekt Christoph Städler. Ein Hotel mit Clubhaus und ein Restaurant sollen die Anlage in Zukunft komplettieren.
